Glauber: Schutzstrategie für den Altmühlsee wird ausgebaut
Gewässerqualität soll weiter verbessert werden
Pressemitteilung Nr. 31/25
Mit einer noch umfassenderen Strategie soll die Gewässerqualität des Altmühlsees weiter verbessert werden. Ziel ist es, das Gewässer zu schützen und optimale Bedingungen für Freizeitaktivitäten und Tourismus zu schaffen. Das betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München. Glauber: "Unsere heimischen Seen sind Naturidylle und herrliche Erholungsorte für die Menschen. Wir werden die Seen nicht den Blaualgen und den Graugänsen überlassen. Unsere Strategie zum Schutz des Altmühlsees und seiner Freizeitnutzung bauen wir noch einmal deutlich aus. Intensiviertes Ausbaggern des Sees, der Einsatz unseres Mähbootes und die gezielte Bejagung der Graugänse gehören zu den Maßnahmen, mit denen wir den Altmühlsee für die kommende Badesaison fit machen wollen. Dazu arbeiten alle Beteiligten, insbesondere Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus eng zusammen. Ich danke der Steuerungsgruppe für ihre sehr gute Arbeit und der lokalen Jägerschaft für die enge Zusammenarbeit. Wir geben jetzt ein neues Gutachten in Auftrag, um vor Ort den Vogelbestand und insbesondere die Zahl der Gänse zu erfassen. Die Informationen werden Grundlage einer Gesamtbewertung der Situation und der Prüfung möglicher weiterer Maßnahmen sein."
Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach führt seit vielen Jahren Maßnahmen zum Rückhalt der Nährstoffe im Einzugsgebiet und zur Reduzierung der Nährstoffe im Altmühlsee durch. Insbesondere kommt ein spezielles Mähboot zum Einsatz, das extra für die Bedürfnisse im Fränkischen Seenland konstruiert wurde. Zusätzlich wurden Kläranlagen im Einzugsgebiet mit einer Phosphatfällung ausgerüstet. Förderprogramme veranlassen die Landwirtschaft, Mulchsaat und Zwischenfruchtanbau zu praktizieren sowie Uferstreifen als Puffer zum Gewässer zu belassen. Zudem dienen regelmäßige Sanierungsbefischungen und Sedimententnahmen der Reduzierung der Nährstoffgehalte im Altmühlsee.
Die Sanierungsmaßnahmen haben bisher dazu geführt, dass sich grundsätzlich die Sichttiefe des Altmühlsees verbessert hat, das Algenaufkommen reduziert wurde und sich andere Wasserpflanzen angesiedelt haben. Die wiederholte Blaualgenblüte veranlasste jedoch dazu, nach weiteren Lösungen zu suchen, die Teil eines integralen Gesamtkonzepts sein sollen. Dazu soll der Nährstoffeintrag im Einzugsgebiet des Altmühlsees weiter verringert werden, gleichzeitig sollen die Auswirkungen einer möglichen Algenblüte auf die Besucher der Seen so gering wie möglich gehalten werden. Die Zeiträume mit Blaualgenblüte und Badeverbot sollen so kurz wie möglich sein.
Hohe Wassertemperaturen und ein Überangebot an Nährstoffen können zu einer übermäßigen Vermehrung der Blaualgen führen. Die Nutzung als Badegewässer wird dadurch deutlich eingeschränkt. Nicht nur der Altmühlsee, sondern auch andere Seen in ganz Deutschland waren 2024 besonders betroffen. Auch vor allem Graugänse tragen durch Nährstoffeintrag zum Algenwachstum im Altmühlsee bei und beeinträchtigen die Nutzung als Erholungsgebiet. Der Bestand der Gänse am Altmühlsee ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Es handelt sich um jagdbare Arten.
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