Glauber: Wasserzukunft bei Gletscherschwund und veränderter Schneeschmelze
Bayernweit Veranstaltungen rund um Weltwassertag 2025
Pressemitteilung Nr. 40/25
Veränderungen bei der Schneeschmelze könnten zukünftig vermehrt Auswirkungen auf den Wasserhaushalt in Bayern haben. Das betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute im Vorfeld des Weltwassertages 2025, der dieses Jahr unter dem Motto "Glacier Preservation – Gletscherschutz" steht: "Gletscher speichern weltweit rund 70 Prozent der Süßwasservorkommen. Aber die Gletscher verschwinden. Das gilt auch für Bayern. Bis Anfang der 2030er-Jahre wird der letzte der aktuell vier bayerischen Gletscher verschwunden sein. Viel größere Auswirkungen auf den Wasserhaushalt in Bayern haben allerdings die Veränderungen bei der Schneeschmelze, die als Folge des Klimawandels erwartet werden." Der Klimawandel äußert sich im Alpenraum auch in veränderten Niederschlagsintensitäten und einer verkürzten Schneebedeckungsdauer in tieferen Lagen. Die mitunter sehr mächtige Schneedecke über die Wintermonate hat eine besondere Bedeutung als Wasserspeicher für Vegetation, Quellen und Fließgewässer bis in die Sommermonate hinein. Die steigenden Temperaturen führen zu einem stärkeren Abschmelzen der vorhandenen Schneedecke in tiefen Lagen und bewirken, dass mehr Niederschlag als Regen fällt und nicht als Schnee.
Aktuell untersucht das Landesamt für Umwelt (LfU) anhand von Modellen die Auswirkungen des Klimawandels auf den Abfluss in bayerischen Flüssen, basierend auf zwei Klimaszenarien bis zum Jahr 2100. Die bisherigen Ergebnisse deuten zum einen darauf hin, dass die Verdunstung bis zum Ende des Jahrhunderts kontinuierlich zunehmen wird, abhängig vom jeweiligen Szenario um bis zu mehr als 10 Prozent. Noch deutlicher ist der Rückgang der Speicherung des Niederschlags in Form einer Schneedecke: Diese könnte sich bayernweit bis zum Ende des Jahrhunderts mehr als halbieren. Dadurch kommt es häufiger zu mehr direktem Abfluss in den Wintermonaten. Glauber: "Die Analysen zeigen, dass der Klimawandel einen wesentlichen Einfluss auf das Abflussverhalten bayerischer Flüsse haben wird. Dank der entwickelten Modelle können wir künftig die möglichen Verschärfungen von Niedrigwasser oder Hochwasser noch besser erkennen und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen. Zudem lassen sich mit den Modellen zu zukünftigen Abflüssen die Wasserressourcen noch nachhaltiger planen und verwalten. Mit unserem umfassenden Gesamtkonzept 'Wasserzukunft Bayern 2050' greifen wir diese Veränderungen auf. Unser Ziel ist ein zukunftsfestes Wasserressourcenmanagement für ganz Bayern."
Jedes Jahr am 22. März findet der Weltwassertag der Vereinten Nationen statt. Der Aktionstag macht weltweit auf die kostbare Ressource "Wasser" aufmerksam. Unter dem Motto WASSER.SCHATZ.BAYERN laden Verbände, Vereine und Verwaltungen gemeinsam mit engagierten Partnern überall in Bayern rund um den Weltwassertag und im weiteren Verlauf des Jahres zu einer Vielzahl von Veranstaltungen ein.
Mehr Informationen und eine Übersicht zu den Veranstaltungen gibt es unter https://www.stmuv.bayern.de/wasserschatzbayern.htm.